Dienstag, 8. Oktober 2024

LemgoAutomatisiert zum Bewohnerparkausweis

[20.03.2024] In Lemgo entsteht ein vollständig automatisiertes Verfahren für den Bewohnerparkausweis. Der Prozess umfasst den Antrag, die Authentifizierung, die Bezahlung, die Weitergabe an das Fachverfahren WiNOWiG und schließlich die elektronische Zustellung im Verwaltungspostfach.

Die Stadt Lemgo erarbeitet derzeit gemeinsam mit dem Zweckverband Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) eine Möglichkeit, Bewohnerparkausweise online zu beantragen. Bislang ist die Beantragung eines Bewohnerparkausweises nur in Papierform bei der Kommune möglich. Der papiergebundene Antrag muss dann bearbeitet und der Bewohnerparkausweis ausgestellt werden. Bei einem komplett digitalen Antrag muss sich die antragstellende Person nicht mehr auf den Weg ins Rathaus machen, und bei der Stadtverwaltung entfallen Bearbeitung, Ausstellung und Bezahlung. Um diesen Prozess umzusetzen, soll lediglich auf bereits etablierte Produkte der OWL-IT zurückgegriffen werden, berichtet der kommunale IT-Dienstleister krz, der dem Zweckverband angehört.

Komplett automatisierter Prozess

Neben dem bei OWL-IT betriebenen Formular-Server soll auch die Prozessplattform MBPM zum Einsatz kommen. Das Formular wurde in Zusammenarbeit so erstellt, dass alle notwendigen Daten abgefragt werden und die entsprechenden Nachweise hochgeladen werden können. Daneben soll über die noch einzubindende BundID die Identifikation der Antragsteller vorgenommen werden. Plausibilitätsprüfungen sollen die Rechtmäßigkeit des Antrags in Übereinstimmung mit der städtischen Satzung sicherstellen. Neben der eigentlichen Beantragung des Ausweises kann auch die Bezahlung online vorgenommen werden. Mit der vorgesehenen Verbindung zur BundID müsse man sich noch auseinandersetzen, sagte Matthias Kröff von OWL-IT. Aufgrund der geplanten Abschaltung des Servicekonto.NRW im Juni 2024 stehe dieses Feature jedoch „völlig außer Frage“.

Auch für andere Kommunen im Verbandsgebiet

Der Parkausweis soll nach Möglichkeit in das zur BundID gehörige Postfach des Antragstellers zugestellt werden; ein Ausdruck kann dann in der Windschutzscheibe ausgelegt werden. Letzteres ist allerdings nicht verpflichtend, denn die zu verarbeitenden Antragsdaten werden über eine Schnittstelle auch an das Fachverfahren WiNOWiG weitergegeben. Im Rahmen der mobilen Verkehrsüberwachung ist durch ein Scan des Nummernschildes auch die Genehmigung ersichtlich. Zudem können alle Daten und der Ausweis auch in WiNOWiG direkt eingesehen werden.
Von dem gemeinsam erarbeiteten Prozess könnten – im Sinne des Verbandsgebiets – auch alle anderen interessierten Kommunen profitieren, so OWL-IT.





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