AachenNeue App für den Kita-Alltag
Die Stadt Aachen mit ihrer Städteregion ist eine von fünf digitalen Modellregionen in Nordrhein-Westfalen (wir berichteten). Im Rahmen dieses Programms hat die Stadt laut eigenen Angaben eine App für Kindertagesstätten entwickelt und gemeinsam mit drei städtischen Kitas erfolgreich getestet. Die App Kita-Kompass wurde bis Ende 2021 mit rund 340.000 Euro gefördert, nun wird sie vollständig von der Stadt finanziert, bisher mit rund 80.000 Euro.
Nach der erfolgreichen Testphase soll der Kita-Kompass bis Ende 2024 in allen 56 städtischen Tageseinrichtungen für Kinder eingeführt werden. Noch in diesem Jahr sollen 16 weitere Kitas mit dem Kita-Kompass ausgestattet werden. Die Nutzung der App ist freiwillig und für die Familien kostenfrei. In den Pilot-Kitas nutzen bereits sieben von zehn Eltern die App – ein Hinweis darauf, wie niedrigschwellig das Angebot sei, sagt Christina Krüger, Projektleiterin Kita-Kompass bei der Stadt Aachen.
Betreuung, Kommunikation und weitere Angebote
Die App verfüge über drei Module, die eng an den tatsächlichen Bedarfen der Kita-Organisation orientiert sind. Das Modul Kinderbetreuung ermögliche es Eltern, zusätzliche Kinderbetreuung außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten flexibel zu organisieren, indem sie auf das Eltern-Netzwerk der Kita zurückgreifen. Für das Kita-Personal reduziere sich damit Mehrarbeit durch unvorhergesehene Betreuungsengpässe.
Das Modul Information und Kommunikation erlaubt nach Angaben der Stadt einen strukturierten und datenschutzkonformen Austausch zwischen Eltern und Kita-Personal. Über die App kann die Kita den Eltern allgemeine Informationen bereitstellen, aber auch aktuelle News in Form digitaler Elternbriefe versenden. Weitere Funktionen sind das Teilen von Terminen und ein Terminkalender, die interne Kommunikation und ein Chat mit Eltern sowie ein Umfrage-Tool. Etwa 1.000 Erzieher und rund 4.000 Eltern können per App direkt erreicht werden. Dies sei gerade in Notsituationen, wie etwa einer Sturmwarnung, ein unschätzbarer Vorteil, sagt Beate Traeger, Abteilungsleiterin Kitas und Tagespflege der Stadt Aachen.
Sport- und Bildungsangebote anderer Anbieter werden im gleichnamigen Modul gebündelt und sind per Suchmaske leicht auffindbar. Damit leiste die App Kita-Kompass einen Beitrag zur Wahrnehmung des Bildungsauftrags und realisiere einen leichteren Zugang zu Bildungsangeboten für Familien, heißt es vonseiten der Stadt.
Mehr Freiraum für den persönlichen Austausch
Der Kita-Kompass schafft für die pädagogische Arbeit in der Kita einen deutlichen Mehrwert, indem er die alltägliche Kita-Organisation erleichtere und Zeit einspare, so Traegers Fazit. Durch die App würden auch Verwaltungstätigkeiten wie die Dokumentation von An- und Abwesenheiten der Kinder digital unterstützt. Langfristig sollen weitere Tätigkeiten durch den Kita-Kompass unterstützt und Schnittstellen aufgebaut werden, um die Kita-Beschäftigten bei ihren Verwaltungsaufgaben zu unterstützen. Auch bei der Elternarbeit werden die Kita-Beschäftigten durch die App entlastet: Da Organisatorisches mit der App digital kommuniziert wird, bleibt mehr Freiraum für den persönlichen Austausch.
Den Kita-Leitungen steht der Kita-Kompass als Web-Anwendung über den Browser im Netz der Stadt Aachen zur Verfügung. Für die Nutzung erhält jede Gruppe ein eigenes iPad, das über das städtische Mobile Device Management verwaltet wird. Eltern können die App in einer Android- oder einer iOS-Version nutzen. Das Modul Sport- und Bildungsangebote ist frei nutzbar, die anderen beiden Module erfordern eine Anmeldung in der Kita.
Kreis Fulda: Kommunale Bauämter werden digital
[24.02.2025] Mittel des Landes Hessen haben Kommunen im Landkreis Fulda die Umstellung auf die digitale Bearbeitung von Bauanträgen ermöglicht. Ziel des Vorhabens war medienbruchfreies Arbeiten zwischen angehörigen Kommunen und Landkreis, das auch als die Basis für weitere Onlineangebote dient. mehr...
Berlin: Rekord bei digitalen Gewerbemeldungen
[21.02.2025] In Berlin wurden 2024 rund 106.500 Gewerbemeldungen registriert – fast 78 Prozent davon erfolgten online. Die Senatsverwaltung will das Online-Angebot weiter ausbauen, darunter digitale Sprechstunden, KI-gestützte Antragsbearbeitung und E-Payment in allen Bezirken bis Jahresende. mehr...
Kreis Saarlouis: Digitaler Bauantrag gestartet
[20.02.2025] In der Pilotkommune Kreis Saarlouis ist der Startschuss für den digitalen Bauantrag im Saarland gefallen. mehr...
Kreis Aurich/Heidekreis/Grafschaft Bentheim: Online zum Jagdschein
[17.02.2025] In den niedersächsischen Landkreisen Aurich, Heidekreis und Grafschaft Bentheim lassen sich alle zentralen Tätigkeiten rund um den Jagdschein nun vollständig digital abwickeln. mehr...
Friedhofswesen: Grab-Navigator für HADES-X
[17.02.2025] Per GPS-gestützter Grab-Navigation können sich Besucher, Verwaltungsmitarbeitende, Bestatter oder Steinmetze mithilfe der Software HADES-X künftig zielsicher auf Friedhöfen bewegen. mehr...
Berlin: Neues Fachverfahren zur Registrierung Geflüchteter
[14.02.2025] Das Berliner Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten hat gemeinsam mit dem ITDZ Berlin das Fachverfahren DiAs Berlin zur digitalen Registrierung Geflüchteter eingeführt. Die Lösung basiert auf DiAs NRW und wurde in nur fünf Monaten an Berliner Anforderungen angepasst und ausgerollt. mehr...
Schleswig-Holstein: AKDB betreut Einwohnermeldeämter
[05.02.2025] Zum Jahresbeginn hat die AKDB vom IT-Dienstleister Dataport den Fachsupport für 28 Einwohnermeldeämter in Schleswig-Holstein übernommen, die das Fachverfahren OK.EWO einsetzen. mehr...
Oldenburg/Kaiserslautern: Schnell zum Elterngeld
[04.02.2025] Junge Eltern aus den Städten Oldenburg und Kaiserslautern können ihre Anträge auf Elterngeld ab sofort digital stellen. Ein intuitives Design führt die Eltern durch die erforderlichen Schritte, Dokumente können hochgeladen werden, die Übertragung erfolgt verschlüsselt. mehr...
Bremen: Online-Anmeldung für Kfz gestartet
[28.01.2025] Bremens Bürgeramt hat die internetbasierte Fahrzeugzulassung (iKfz) vollständig eingeführt. Bürgerinnen und Bürger können Fahrzeuge nun online zulassen. Mit dem System erweitert Bremen sein digitales Angebot und optimiert Verwaltungsabläufe. mehr...
München: Wahlvorbereitung digital
[21.01.2025] München nutzt innovative digitale Technologien zur Vorbereitung der Bundestagswahl: Ein QR-Code erleichtert die Briefwahl, Schulungsplattformen unterstützen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, und der Chatbot Muckl informiert und ermöglicht direkten Kontakt zur Stadtverwaltung. mehr...
Bauwesen: Ludwigsburg genehmigt virtuell
[16.01.2025] Seit über zwei Jahren setzt die Stadt Ludwigsburg auf das virtuelle Bauamt. Im Interview berichtet Peter Fazekas, Leiter des städtischen Fachbereichs Bürgerbüro Bauen, über die Einführung der Lösung und erste Erfahrungen. mehr...
Gütersloh: Neues Portal für Kitaplatzvergabe
[16.01.2025] In Gütersloh erfolgt die Bedarfsanmeldung für Betreuungsplätze seit Mitte Dezember vergangenen Jahres über das neue Portal webKita, das die bisherige Plattform KIVAN ablöst. mehr...
Bayern: Mit cit intelliForm zum digitalen Bauantrag
[15.01.2025] Mehr als 90 Prozent der bayerischen Bevölkerung können ihre Bauanträge digital einreichen. Grundlage dafür ist die Plattform cit intelliForm von Anbieter cit. mehr...
Kreis Olpe: Komplett digitale Bauaufsicht
[14.01.2025] Die Verwaltung des Kreises Olpe wurde erfolgreich an das Bauportal.NRW angebunden. Als erste Bauaufsichtsbehörde in Nordrhein-Westfalen arbeitet Olpe jetzt vollständig digital. Baugenehmigungsanträge laufen über die Zentrale Datenaustausch-Infrastruktur des Landes. mehr...
Offenbach: Erste digitale Baugenehmigung erteilt
[13.01.2025] Einen Bauantrag per Mausklick zu stellen, ist künftig in Offenbach möglich. Meterweise Papier und Aktenberge gehören damit der Vergangenheit an. Noch läuft das digitale Bauportal im Testbetrieb, ab April sollen dann alle genehmigungspflichtigen Anträge online gestellt werden können. mehr...