Baden-WürttembergZentrale Plattform
„Wir wollen die E-Government-Angebote für unsere Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Wirtschaft unseres Landes weiter ausbauen,“ kündigt Ministerialdirektor Stefan Krebs, Landes-CIO Baden-Württembergs an. „Hierfür benötigen wir eine leistungsfähige, verlässliche und sichere IT-Infrastruktur.“ Zu dieser Infrastruktur zählt das Serviceportal service-bw. Wie das baden-württembergische Innenministerium meldet, ist jetzt die Neuimplementierung des Portals abgeschlossen. „Die seit vielen Jahren erfolgreiche Portalseite service-bw wurde ausgebaut zur zentralen E-Government-Plattform des Landes“, kommentiert Krebs. „Service-bw ermöglicht künftig nicht nur die Wiederverwendung von Daten, beispielsweise in kommunalen Internet-Auftritten, sondern auch die Wiederverwendung von Diensten.“ Bemerkenswert sei die zukunftsfähige, modulare und service-orientierte Architektur der neuen Plattform. Durch den Verzicht auf proprietäre Lösungen werde die Plattform vielfach auch in anderen Kontexten nutzbar. Über Schnittstellen könnten Dienste nach dem Baukastenprinzip in kommunale Web-Angebote oder auch in Fachanwendungen integriert werden. Es sei geplant, Schritt für Schritt weitere Dienste anzubieten. Ein Schwerpunkt im Jahr 2016 ist laut Krebs die Erarbeitung von Grundlagen für die Einführung der elektronischen Aktenführung in der Landesverwaltung bis zum Jahr 2022. Insgesamt plant Baden-Württemberg, die IT der Landesverwaltung so weit wie möglich zu bündeln und zu standardisieren (wir berichteten). Die Umsetzung dieser Ziele treibe der CIO im Rahmen der IT-Neuordnung in der Landesverwaltung voran. Krebs: „Die IT-Neuordnung ist ein aufwendiger und gelegentlich mühevoller Prozess, verläuft aber bisher insgesamt planmäßig.“ BITBW habe beispielsweise den Betrieb von bisher im Outsourcing betriebenen Portalen wie service-bw übernommen. Zum 1. Juli 2016 würden sämtliche Firewalls der Landesverwaltung in die Verantwortung von BITBW übergehen.
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