Deutsche Breitbandinitiative:
Breitband unter neuer Verantwortung


[11.3.2014] Die Bundesregierung hinkt ihren Zielen beim Ausbau des Breitband-Netzes in Deutschland hinterher. Dennoch seien die Vorgaben weiterhin zu erreichen, so der Tenor auf der CeBIT-Konferenz der Deutschen Breitbandinitiative.

Laut der Deutschen Breitbandinitiative verfügen rund 58 Prozent der Nutzer in Deutschland über einen Breitband-Zugang. 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) – das ist die Bandbreite, die nach der Breitband-Strategie des Bundes bis zum Jahr 2018 allen Haushalten in Deutschland flächendeckend zur Verfügung stehen soll. Regionen, die nicht mindestens eine Datengeschwindigkeit von zwei Mbit/s haben, möchte die Bundesregierung so schnell wie möglich erschließen. Unter dem Motto „Breitband unter neuer Verantwortung! Wie erreichen wir die Ziele für 2018?“ diskutierten gestern (10. März 2014) auf der CeBIT-Konferenz der Deutschen Breitbandinitiative Vertreter aus Wirtschaft und Politik die Rahmenbedingungen und Potenziale des Breitband-Ausbaus und der intelligenten Netze. Wie die Deutsche Breitbandinitiative meldet, sind die Vorgaben der Breitband-Strategie aus Sicht der Experten noch zu schaffen. Dennoch gelte weiterhin: Das gesteckte Ziel können Politik und Wirtschaft nur mit vereinten Kräften erreichen.

Zugang ungleich verteilt

Die Deutsche Breitbandinitiative stützt sich bei ihren Aussagen auf die aktuellen Zahlen des D21-Digital-Index. Demnach lag der Anteil der Breitband-Nutzer im Jahr 2013 bei rund 58 Prozent. Die Zugänge zum Hochleistungsinternet seien innerhalb Deutschlands jedoch sehr ungleich verteilt. Im Bundesvergleich ist Berlin mit fast 63 Prozent das Land mit dem höchsten Anteil an Breitband-Nutzern. Insbesondere die ostdeutschen Flächenstaaten hätten aber deutlichen Nachholbedarf: In Sachsen-Anhalt etwa liegt die Breitband-Nutzung bei nur rund 49 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen, dass dringend eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Breitband-Zugängen umgesetzt werden muss, wenn wir die digitale Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft endlich überwinden wollen“, sagte Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 bei der Eröffnung der Konferenz. Die Digitalisierung durchdringe immer mehr Bereiche des wirtschaftlichen und privaten Lebens. „Ein Breitband-Zugang ist kein Luxus, sondern ein entscheidender Standortfaktor für die Bevölkerung und die Wirtschaft“, so Schwaderer. (ma)

http://www.breitbandinitiative.de
http://www.d21-digital-index.de

Stichwörter: Breitband, Deutsche Breitbandinitiative, Initiative D21, CeBIT 2014

Bildquelle: GG-Berlin / pixelio

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband
Friedrichshafen: Weiße Flecken sind Vergangenheit
[12.7.2024]  
In Friedrichshafen erhalten mit dem offiziellen Abschluss des Breitbandförderprojekts „Weisse Flecken“ nun auch bislang unterversorgte Adressen Zugang zum Glasfasernetz. Das Ausbauprojekt haben Stadt, Stadtwerk am See und Netzbetreiber TeleData innerhalb eines straffen Zeitplans realisiert. mehr...
Friedrichshafen: Symbolische Inbetriebnahme des neuen Glasfasernetzes.
Bad Köstritz: Gute Planung beim Glasfaserausbau Bericht
[11.7.2024] Bis zu 1.300 Adressen will die Thüringer Netkom in der Stadt Bad Köstritz mit Glasfaserinternet versorgen. Ein solch komplexes und umfangreiches Projekt zu planen und erfolgreich umzusetzen, erfordert ein hohes Maß an Kommunikation und Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten. mehr...
Glasfaserausbau: Axians setzte beim Projekt in Bad Köstritz auf moderne und nachhaltige Verlegemethoden.
Landkreis Fulda: Pragmatismus beim Glasfaserausbau
[1.7.2024] Um das Ziel einer Glasfaserversorgung auch in ländlichen Randlagen schnell zu erreichen, wird in Hessen die oberirdische Verlegung von Glasfaserkabeln erprobt – an Holzmasten, die dereinst für Kupferleitungen errichtet wurden. Das Land will Kommunen bei der oberirdischen Verlegung künftig unterstützen. mehr...
Im Landkreis Fulda werden Glasfaserkabel oberirdisch verlegt – an Holzmasten, die dereinst für Kupferleitungen errichtet wurden.
Nordrhein-Westfalen: Ein Jahr Task Force Mobilfunk
[28.6.2024] Seit einem Jahr agieren die Landesregierung, kommunale Spitzenverbände, Mobilfunknetzbetreiber und Funkturmgesellschaften in der Task Force Mobilfunk NRW. Gemeinsam konnten wichtige Fortschritte hin zu einer flächendeckenden Versorgung mit 4G und 5G erreicht werden. mehr...
Ein Jahr nach ihrem Start zieht die Task Force Mobilfunk NRW eine erste positive Bilanz der Zusammenarbeit.
Landkreis Börde: 7.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt
[24.6.2024] Eines der größten Glasfaserbreitbandnetze in Sachsen-Anhalt entsteht im Landkreis Börde. Nun ist das Vorhaben nach Angaben der ARGE-Breitband annähernd vollständig umgesetzt. Technischer Partner bei dem Projekt war der Netzbetreiber DNS:NET. mehr...
Gigabitgeschwindigkeiten sind im Landkreis Börde nun Standard, zahlreiche Haushalte, Unternehmen, Krankenhäuser und Schulen durch DNS:NET versorgt.
Weitere FirmennewsAnzeige

E-Rechnung: Für den Ansturm rüsten
[31.5.2024] Die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich kommt. Kommunen sollten jetzt ihre IT darauf ausrichten. Ein Sechs-Stufen-Plan, der als roter Faden Wege und technologische Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, kann dabei helfen. mehr...
Suchen...

 Anzeige

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:
Aktuelle Meldungen